KARDIOLOGIE AM UNIVERSITETSSJUKHUSET ÖREBRO

KARDIOLOGIE AM UNIVERSITETSSJUKHUSET ÖREBRO

Hier findet ihr einen Erfahrungsbericht über den Ablauf der Famulatur in der Kardiologie in Örebro (Schweden). Ihr erhaltet u.a. ein paar nützliche Tipps bezüglich der Arbeitskleidung sowie Informationen über die Hierarchie der Ärzte in Schweden. 

DAS KRANKENHAUS

In Schweden gibt es Universitätskliniken, nicht-universitäre Kliniken und private Praxen bzw. Versorgungszentren. Das Örebro University Hospital wurde 1778 gegründet und besteht aus ca. 27 Spezialklinken. Forschung ist ein elementarer Bestandteil der Arbeit in der Klinik, trotz der doch kleinen Größe im Vergleich zu anderen Universitätsklinken. Erst im Jahr 2011 wurde das Medizinstudium an der dazugehörigen Örebro Universität eingeführt.

Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Örebro University Hospital
Örebro University Hospital - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Umgebung des Krankenhauses
Umgebung des Krankenhauses - © T. K.

HIERARCHIE DER ÄRZTE

In Schweden sind die Hierarchien ähnlich wie in Deutschland, allerdings gibt es einige Unterschiede bezüglich der Zuständigkeit bzw. Verantwortlichkeit der einzelnen Positionen.

Underläkare:

Diese entsprechen einem deutschen Medizinstudenten, also einem nicht-approbierten Mediziner, gleichzusetzen mit einem Famulanten. Underläkare haben keine Verantwortung und lernen eher „hands-off“, im Vergleich zu schwedischen PJlern.  

AT-Läkare:

AT-Läkare sind Medizinstudenten im Praktischen Jahr. Allerdings dauert das PJ in Schweden 2 Jahre und schwedische PJ´ler haben deutlich mehr Verantwortung und Aufgaben als bei uns. Im Endeffekt machen sie praktisch die Arbeit, die bei uns Assistenzärzte übernehmen, insbesondere die Stationsarbeit. Von deutschen PJ´lern wird das aber nicht erwartet. Schwedische Ärzte wissen nämlich, dass die PJ´ler in Deutschland weniger Verantwortung haben.

ST-Läkare:

Diese entsprechen einem Assis-tenzarzt in der Facharztausbildung. Die ST-Läkare arbeiten in den Kliniken schon so wie bei uns ein Facharzt.

Spezialst Läkare:

Spezialst Läkare sind gleichzusetzen mit Fachärzten. In Schweden vollziehen Spezialist Läkare die Aufgaben, die bei uns Oberärzte übernehmen. Sie haben somit viel Verantwortung, sind oft im OP und betreuen die Assistenzärzte.

Overläkare:

Overläkare sind Oberärzte. Allerdings gibt es in Schweden kaum Overläkare und wenn, dann arbeiten sie quasi nur in der Forschung und nur selten bzw. sporadisch in der Klinik.

Chef Läkare:

Chef Läkare sind letztendlich Chefärzte.  

ARBEITSKLEIDUNG

Im Krankenhaus in Schweden ist keine besondere Arbeitskleidung erforderlich. Krankenhaus-Kasacks, Kittel und Hosen werden zur Verfügung gestellt und müssen nicht von Deutschland mitgebracht werden. Jeans hingegen werden nicht aktzeptiert.

Man sollte sich für seine Famulatur in der Kardiologie in Örebro (Schweden) auf jeden Fall kliniktaugliche und saubere Schuhe mitnehmen, aber das kennt man in der Regel ja schon auf deutschen Krankenhäusern. 

STATIONSABLAUF DER FAMULATUR IN DER KARDIOLOGIE IN ÖREBRO (SCHWEDEN)

Das Universitetssjukhuset Örebro ist nicht das größte Klinikum. Heißt, es gibt auch mal Tage mit sehr wenig Patienten, an denen dann einfach kaum etwas läuft. An Krankheitsbildern bekommt man eigentlich alles zu sehen, was man auch von kardiologischen Stationen aus Deutschland kennt. In der Kardiologie gibt es die Stationen Blue, Red und Green. Auf der Station „Red“ liegen hochakute Patienten mit notwendiger intensiver Betreuung, ähnlich einer Vorstufe zur Intensivstation. Auf „Blue“ und „Green“ befinden sich weniger akute Patienten, die nicht rund um die Uhr betreut werden müssen. 

Arbeitsbeginn:

Der Arbeitstag beginnt morgens um 8:00 Uhr mit dem „Morning Meeting“ bzw. der Röntgenbesprechung. Diese laufen auf Englisch ab, sobald eine englischsprachige Person im Raum ist. Anschließend wird man einem Arzt zugeteilt und begleitet ihn auf eine der Stationen. Hier bespricht man erstmal mit dem Arzt gemeinsam die Patienten. Die meisten Ärzte besprechen sehr gerne und auch ausführlich mit den Studenten die Patientenfälle auf Englisch. Allerdings gibt es auch hier vereinzelt Ärzte, die weniger gerne erklären und wenig Lust auf Studenten haben. Das kriegt man aber schnell raus, an wen man sich gut „dranhängen“ kann.

Um 9 Uhr trifft man sich mit den Krankenschwestern, mit denen noch einmal jeder Patient durchgesprochen wird. Um ca. 9:30 denkt man, jetzt geht’s aber los auf Station. Falsch gedacht! Erst mal „FIKA“ (schwedische Kaffeepause)! Dabei sitzen Ärzte und Schwestern 15-20 Minuten zusammen, trinken Kaffee und essen Kekse. FIKA ist den Schweden ganz ganz wichtig!!

Nach dem obligatorischen FIKA geht’s dann auf Station. Die Patienten sprechen natürlich schwedisch, verstehen aber auch sehr gut Englisch, sodass man durchaus die Möglichkeit hat diese zu untersuchen usw. Allerdings muss ich sagen, dass man mit rudimentären Schwedischkenntnissen nicht immer und überall so gut mitkommt. Je besser man Schwedisch kann, desto mehr darf man natürlich machen, wie zum Beispiel Patientengespräche, Briefe schreiben usw. 

Einsatzplan:

Während der Famulatur in der Kardiologie in Örebro (Schweden) ist man am Tag relativ frei, was man machen möchte. Es wird für jede Woche ein Einsatzplan für den jeweiligen Studenten erstellt. Man kann aber auch immer eigene Wünsche äußern, die in aller Regel möglich gemacht werden. Man kann entweder auf Station bleiben und, eventuell mit einem schwedischen Studenten zusammen, Patienten untersuchen. Es gibt aber auch die Möglichkeit in die Tagesklinik zu gehen und bei Echokardiographien und Kardioversionen dabei zu sein. Hier erklären die Ärzte gerne viel, allerdings darf man als Student nicht viel selber machen. Oder man geht ins Herzkatheterlabor. Auch hier wird den Studenten wieder viel über Pacemakerimplantationen, Ablationen und Stentimplantationen erklärt, mit wenig praktischen Möglichkeiten.

Mittags:

Um 12:00 essen die Studenten dann gemeinsam zu Mittag, zum Beispiel in der krankenhauseigenen Mensa.

Nachmittags:

Für alle Studenten, die gerade in der Abteilung Kardiologie sind, gibt es zweimal die Woche um 13:00 eine Art PJ-Unterricht auf Englisch. Dieser findet allerdings nur im Semester der schwedischen Studenten statt, nicht in den Semesterferien. Die Zeiten überschneiden sich allerdings mit unseren Semesterferien, sodass man durchaus in den Genuss kommt, hieran zu partizipieren. Beim PJ-Unterricht werden von verschiedenen Oberärzten Vorträge zu Themen aus der Inneren Medizin gehalten. 

Spätestens 16 Uhr ist dann der Arbeitstag vorbei. Meist darf man aber auch schon eher gehen. So eng wird das hier nicht gesehen!

Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Station des Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Gang im Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Ablauf in der Kardiologie - Patientenzimmer
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.

FAZIT

Es lohnt sich auf jeden Fall eine Famulatur im Ausland zu machen und es lohnt sich auch nach Skandinavien zu gehen! Man wird gleich warm und herzlich empfangen. Zugegebener Maßen war ich zu Beginn etwas unsicher, wie das mit meinen rudimentär vorhandenen Schwedischkenntnissen so klappt. Diese Uniklinik ist es aber gewohnt, dass oft Studenten aus dem Ausland kommen. Zum Beispiel kommen regelmäßig Austauschstudenten aus Schottland, die überhaupt kein Schwedisch sprechen. Somit läuft hier vieles auf Englisch ab. Und natürlich machen hier auch die schwedischen Studenten Ihre Wochenpraktika, sodass die Klinik es gewohnt ist, Lehre zu gestalten. 

Lerneffekt:

Also insgesamt lernt man während der Famulatur in der Kardiologie am Örebro University Hospital zum einen viel Fachliches, da die Ärzte in Schweden viel Zeit haben und sich auch nehmen, um den Studenten was zu erklären. Zum anderen bekommt man einen Einblick in die Organisationsstruktur, Prioritätensetzung, Zeiteinteilung und Patientenmanagement anderer Länder der westlichen Welt. Man kann hier einige Vorteile (hauptsächlich!) und ein paar Nachteile gegenüber unserem System kennenlernen und ein Verständnis für andere Arbeitsweisen entwickeln. 

Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Örebro University Hospital
Örebro University Hospital - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Umgebung des Krankenhauses
Umgebung des Krankenhauses - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Station des Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Gang im Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Ablauf in der Kardiologie - Patientenzimmer
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.

Hier findet ihr einen Erfahrungsbericht über den Ablauf der Famulatur in der Kardiologie in Örebro (Schweden). Ihr erhaltet u.a. ein paar nützliche Tipps bezüglich der Arbeitskleidung sowie Informationen über die Hierarchie der Ärzte in Schweden. 

DAS KRANKENHAUS

In Schweden gibt es Universitätskliniken, nicht-universitäre Kliniken und private Praxen bzw. Versorgungszentren. Das Örebro University Hospital wurde 1778 gegründet und besteht aus ca. 27 Spezialklinken. Forschung ist ein elementarer Bestandteil der Arbeit in der Klinik, trotz der doch kleinen Größe im Vergleich zu anderen Universitätsklinken. Erst im Jahr 2011 wurde das Medizinstudium an der dazugehörigen Örebro Universität eingeführt.

Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Örebro University Hospital
Örebro University Hospital - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Umgebung des Krankenhauses
Umgebung des Krankenhauses - © T. K.

HIERARCHIE DER ÄRZTE

In Schweden sind die Hierarchien ähnlich wie in Deutschland, allerdings gibt es einige Unterschiede bezüglich der Zuständigkeit bzw. Verantwortlichkeit der einzelnen Positionen.

Underläkare:

Diese entsprechen einem deutschen Medizinstudenten, also einem nicht-approbierten Mediziner, gleichzusetzen mit einem Famulanten. Underläkare haben keine Verantwortung und lernen eher „hands-off“, im Vergleich zu schwedischen PJlern.  

AT-Läkare:

AT-Läkare sind Medizinstudenten im Praktischen Jahr. Allerdings dauert das PJ in Schweden 2 Jahre und schwedische PJ´ler haben deutlich mehr Verantwortung und Aufgaben als bei uns. Im Endeffekt machen sie praktisch die Arbeit, die bei uns Assistenzärzte übernehmen, insbesondere die Stationsarbeit. Von deutschen PJ´lern wird das aber nicht erwartet. Schwedische Ärzte wissen nämlich, dass die PJ´ler in Deutschland weniger Verantwortung haben.

ST-Läkare:

Diese entsprechen einem Assistenzarzt in der Facharztausbildung. Die ST-Läkare arbeiten in den Kliniken schon so wie bei uns ein Facharzt.

Spezialst Läkare:

Spezialst Läkare sind gleichzusetzen mit Fachärzten. In Schweden vollziehen Spezialist Läkare die Aufgaben, die bei uns Oberärzte übernehmen. Sie haben somit viel Verantwortung, sind oft im OP und betreuen die Assistenzärzte.

Overläkare:

Overläkare sind Oberärzte. Allerdings gibt es in Schweden kaum Overläkare und wenn, dann arbeiten sie quasi nur in der Forschung und nur selten bzw. sporadisch in der Klinik.

Chef Läkare:

Chef Läkare sind letztendlich Chefärzte.  

ARBEITSKLEIDUNG

Im Krankenhaus in Schweden ist keine besondere Arbeitskleidung erforderlich. Krankenhaus-Kasacks, Kittel und Hosen werden zur Verfügung gestellt und müssen nicht von Deutschland mitgebracht werden. Jeans hingegen werden nicht aktzeptiert.

Man sollte sich für seine Famulatur in der Kardiologie in Örebro (Schweden) auf jeden Fall kliniktaugliche und saubere Schuhe mitnehmen, aber das kennt man in der Regel ja schon auf deutschen Krankenhäusern. 

STATIONSABLAUF DER FAMULATUR IN DER KARDIOLOGIE IN ÖREBRO (SCHWEDEN)

Das Universitetssjukhuset Örebro ist nicht das größte Klinikum. Heißt, es gibt auch mal Tage mit sehr wenig Patienten, an denen dann einfach kaum etwas läuft. An Krankheitsbildern bekommt man eigentlich alles zu sehen, was man auch von kardiologischen Stationen aus Deutschland kennt. In der Kardiologie gibt es die Stationen Blue, Red und Green. Auf der Station „Red“ liegen hochakute Patienten mit notwendiger intensiver Betreuung, ähnlich einer Vorstufe zur Intensivstation. Auf „Blue“ und „Green“ befinden sich weniger akute Patienten, die nicht rund um die Uhr betreut werden müssen. 

Arbeitsbeginn:

Der Arbeitstag beginnt morgens um 8:00 Uhr mit dem „Morning Meeting“ bzw. der Röntgenbesprechung. Diese laufen auf Englisch ab, sobald eine englischsprachige Person im Raum ist. Anschließend wird man einem Arzt zugeteilt und begleitet ihn auf eine der Stationen. Hier bespricht man erstmal mit dem Arzt gemeinsam die Patienten. Die meisten Ärzte besprechen sehr gerne und auch ausführlich mit den Studenten die Patientenfälle auf Englisch. Allerdings gibt es auch hier vereinzelt Ärzte, die weniger gerne erklären und wenig Lust auf Studenten haben. Das kriegt man aber schnell raus, an wen man sich gut „dranhängen“ kann.

Um 9 Uhr trifft man sich mit den Krankenschwestern, mit denen noch einmal jeder Patient durchgesprochen wird. Um ca. 9:30 denkt man, jetzt geht’s aber los auf Station. Falsch gedacht! Erst mal „FIKA“ (schwedische Kaffeepause)! Dabei sitzen Ärzte und Schwestern 15-20 Minuten zusammen, trinken Kaffee und essen Kekse. FIKA ist den Schweden ganz ganz wichtig!!

Nach dem obligatorischen FIKA geht’s dann auf Station. Die Patienten sprechen natürlich schwedisch, verstehen aber auch sehr gut Englisch, sodass man durchaus die Möglichkeit hat diese zu untersuchen usw.  Allerdings muss ich sagen, dass man mit rudimentären Schwedischkenntnissen nicht immer und überall so gut mitkommt. Je besser man Schwedisch kann, desto mehr darf man natürlich machen, wie zum Beispiel Patientengespräche, Briefe schreiben usw. 

Einsatzplan:

Während der Famulatur in der Kardiologie in Örebro (Schweden) ist man am Tag relativ frei, was man machen möchte. Es wird für jede Woche ein Einsatzplan für den jeweiligen Studenten erstellt. Man kann aber auch immer eigene Wünsche äußern, die in aller Regel möglich gemacht werden. Man kann entweder auf Station bleiben und, eventuell mit einem schwedischen Studenten zusammen, Patienten untersuchen. Es gibt aber auch die Möglichkeit in die Tagesklinik zu gehen und bei Echokardiographien und Kardioversionen dabei zu sein. Hier erklären die Ärzte gerne viel, allerdings darf man als Student nicht viel selber machen. Oder man geht ins Herzkatheterlabor. Auch hier wird den Studenten wieder viel über Pacemakerimplantationen, Ablationen und Stentimplantationen erklärt, mit wenig praktischen Möglichkeiten.

Mittags:

Um 12:00 essen die Studenten dann gemeinsam zu Mittag, zum Beispiel in der krankenhauseigenen Mensa.

Nachmittags:

Für alle Studenten, die gerade in der Abteilung Kardiologie sind, gibt es zweimal die Woche um 13:00 eine Art PJ-Unterricht auf Englisch. Dieser findet allerdings nur im Semester der schwedischen Studenten statt, nicht in den Semesterferien. Die Zeiten überschneiden sich allerdings mit unseren Semesterferien, sodass man durchaus in den Genuss kommt, hieran zu partizipieren. Beim PJ-Unterricht werden von verschiedenen Oberärzten Vorträge zu Themen aus der Inneren Medizin gehalten. 

Spätestens 16 Uhr ist dann der Arbeitstag vorbei. Meist darf man aber auch schon eher gehen. So eng wird das hier nicht gesehen!

Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Station des Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Gang im Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Ablauf in der Kardiologie - Patientenzimmer
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.

FAZIT

Es lohnt sich auf jeden Fall eine Famulatur im Ausland zu machen und es lohnt sich auch nach Skandinavien zu gehen! Man wird gleich warm und herzlich empfangen. Zugegebener Maßen war ich zu Beginn etwas unsicher, wie das mit meinen rudimentär vorhandenen Schwedischkenntnissen so klappt. Diese Uniklinik ist es aber gewohnt, dass oft Studenten aus dem Ausland kommen. Zum Beispiel kommen regelmäßig Austauschstudenten aus Schottland, die überhaupt kein Schwedisch sprechen. Somit läuft hier vieles auf Englisch ab. Und natürlich machen hier auch die schwedischen Studenten Ihre Wochenpraktika, sodass die Klinik es gewohnt ist, Lehre zu gestalten. 

Lerneffekt:

Also insgesamt lernt man während der Famulatur in der Kardiologie am Örebro University Hospital zum einen viel Fachliches, da die Ärzte in Schweden viel Zeit haben und sich auch nehmen, um den Studenten was zu erklären. Zum anderen bekommt man einen Einblick in die Organisationsstruktur, Prioritätensetzung, Zeiteinteilung und Patientenmanagement anderer Länder der westlichen Welt. Man kann hier einige Vorteile (hauptsächlich!) und ein paar Nachteile gegenüber unserem System kennenlernen und ein Verständnis für andere Arbeitsweisen entwickeln. 

Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Örebro University Hospital
Örebro University Hospital - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Umgebung des Krankenhauses
Umgebung des Krankenhauses - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Station des Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Kardiologie - Gang im Krankenhauses
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.
Famulatur in Schweden (Örebro) - Ablauf in der Kardiologie - Patientenzimmer
Station im Universitetssjukhuset Örebro - © T. K.

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